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Wie begeistert man junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk? Mit Praxis, echten Einblicken und Menschen, die für ihren Beruf brennen. Genau das bot das Projekt „Handwerkerschule“, das Schulsozialarbeiterin Steffi Lieschke nach einem NDR-Beitrag an die Regionale Schule Binz holte.
Drei engagierte Vertreterinnen und Vertreter der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern aus Rostock reisten an und stellten den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen sowie der 10. Klasse in der Berufsvorbereitung verschiedene Berufe vor. Friseurhandwerk, Mechatronik und Zimmerei wurden nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht. Die zentrale Botschaft dabei: Handwerk hat goldenen Boden – heute mehr denn je und attraktive Perspektiven.
Denn längst gehören veraltete Vorstellungen von schlechten Arbeitszeiten und geringer Bezahlung der Vergangenheit an. Moderne Handwerksberufe bieten sichere Zukunftschancen, Entwicklungsmöglichkeiten und echte Erfüllung im Job.
Friseurmeisterin und Ausbilderin Franziska Schmauder liegt das Thema besonders am Herzen. Sie setzt sich aktiv dafür ein, junge Menschen frühzeitig für das Handwerk zu begeistern. Gleichzeitig macht sie auf eine aktuelle Herausforderung aufmerksam: „Uns fehlen nicht nur Auszubildende, sondern auch Betriebe, die ausbilden.“ Auf Rügen gibt es derzeit lediglich zwei Friseursalons, die Ausbildungsplätze anbieten. Umso wichtiger sei es, Unternehmen gezielt zu motivieren und gemeinsam zu klären, welche Unterstützung sie benötigen, um wieder auszubilden.
Die Resonanz der Schülerinnen und Schüler zeigte: Das Interesse ist da. In den kleinen Arbeitsgruppen fanden sich jeweils zwei Jugendliche, die sich ernsthaft für die vorgestellten Berufe begeistern konnten. Doch um diesen Trend nachhaltig zu stärken, braucht es kontinuierliche Angebote und Perspektiven. Andernfalls könnte sich die Ausbildung langfristig stärker in schulische Modelle mit Praxisanteilen an den Handwerkskammern verlagern.
Für Schulsozialarbeiterin Steffi Lieschke steht fest: „Solche Projekte sind eine große Chance. Die Jugendlichen erleben ganz praktisch, warum es sich lohnt, in ihre Bildung zu investieren.“ Gerade an Regionalen Schulen finde sich ein großes Potenzial für die klassische duale Ausbildung. Dieses gelte es zu fördern.
03.05.2026 Allgemein
Stefanie BeschZimmer 112Tel. +49 (0) 38393 / 374-38E-Mail
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