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Vom Klassenzimmer ins Verwaltungsbüro: Binz gewinnt Nachwuchs mit Heimvorteil

Es ist immer ein besonderer Moment, wenn sich zwei Parteien zur Zusammenarbeit entscheiden und Nägel mit Köpfen machen. Geht diese Vereinbarung dann mit dem Eintritt in eine neue Lebensphase einher, ist es umso spannender. So nahm es auch Finn Triphan wahr, als er mit seiner Mutter Juliane zur Unterzeichnung seines Ausbildungsvertrages in der Binzer Gemeinde erschien.

Finn besuchte die 10. Klasse der Regionalen Schule Binz und beginnt im September seine dreijährige Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Als stellvertretender Klassensprecher bringt er bereits mit, worauf es auch im Verwaltungsgebäude in der Jasmunder Straße ankommt: Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Teamgeist.

Aufgewachsen in Viervitz, einem Ortsteil von Zirkow, und mit familiären Wurzeln in Binz und Prora, ist Finn eng mit der Region verbunden. Für Bürgermeister Mario Kurowski ein schöner Zufall: „Wir hatten viele starke Bewerbungen. Daher freut es uns, wenn sich am Ende jemand von der Insel oder gar aus Binz durchsetzt.“

Auch Rita Küster, Amtsleiterin Allgemeine Verwaltung, begleitete die Vertragsunterzeichnung. Gemeinsam betonten sie die Bedeutung gezielter Nachwuchsförderung. Künftig soll jährlich ein Ausbildungsplatz angeboten werden, um dem demografischen Wandel aktiv zu begegnen und die Verwaltung langfristig zu stärken.

Dass ein Vorstellungsgespräch nicht ohne Nervosität verläuft, zeigte Finn mit sympathischer Offenheit: „Ich weiß gar nicht, ob man mir meine Aufregung angemerkt hat…“ 

Rita Küsters spontane Reaktion sorgte für ein Schmunzeln in der Runde: „Wir wären stutzig geworden, wenn nicht!“ Authentizität, die überzeugte, denn schließlich setzte sich Finn gegen rund 20 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch.

Mit einem Augenzwinkern erinnert er sich auch an einen kleinen Moment im Gespräch: „Am meisten hat mich gestört, dass ich mich am Ende am Wasser verschluckt habe.“ Offenbar kein Hindernis für seinen Erfolg.

Neben der Verwaltung in Binz hatte sich Finn auch im Justiz- und Finanzbereich beworben und dort ebenfalls Zusagen erhalten. Allerdings entschied er sich für die Binzer. Und damit für eine sehr gute und solide Ausbildung, eine lässige Laufbahn, eine Vielzahl an Fort- und Weiterbildungen und ein tolles Team. „Es war die beste Option.“

Der Weg in die Verwaltung

Seine Ausbildung wird Finn sowohl in der Verwaltung vor Ort als auch an den Berufsschulen in Grimmen und Greifswald absolvieren. Wer sich ebenfalls für eine Ausbildung in der Verwaltung interessiert, kann sich für das Ausbildungsjahr 2027 ab dem Jahreswechsel bewerben. Weitere Informationen gibt es dann unter: www.gemeinde-binz.de/gemeinde/aktuelles/stellenangebote/

Von wegen eine ernste Angelegenheit: Bei der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages wurde viel gelacht.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Finn Triphan und Mario Kurowski.

06.08.2026 Allgemein

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